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Ratgeber & Lösungen

Wohnmobil auflasten

Was ändert sich bei der Auflastung über 3,5 Tonnen?

Wichtige Gewichtsgrenzen

Das müssen Sie wissen

Im Fahrzeugschein wird für jedes Fahrzeug vom Hersteller ein maximales Gesamtgewicht und die zulässige Last der Achsen eingetragen. Diese Gewichtsgrenzen dürfen einschließlich Zuladung und Insassen nicht überschritten werden.

Die Crux: Gerade gut ausgestattete Wohnmobile haben schon ein recht hohes Leergewicht und bieten nicht viel Spielraum für zusätzliche Beladung. Die Lösung: Mit einer Auflastung des Wohnmobils kann die Hinterachslast angehoben oder das zulässige Gesamtgewicht heraufgesetzt werden. Heckgaragen oder große Aufbauüberhänge, genauso wie Roller- und Fahrradträger belasten zusätzlich zum Gewicht des Aufbaus die Hinterachse.

Mit einer Auflastung des Wohnmobils können hohe Lasten besser abgefangen werden. Weiterer Punkt: Durch die Erhöhung der Hinterachslast gehen E-Bikes, Roller und Hobbyausrüstung, ohne die Zuladungsgrenze zu überschreiten, mit in den Campingurlaub.

Änderungen ab 3,5 Tonnen

Benötigter Führerschein
Eventuelle Mautgebühren
Geschwindigkeitsbegrenzungen
Überholverbote
Gesetzliche Rahmenbedingungen

Auflastung über 3,5 Tonnen – das ändert sich

Das Auflasten eines Wohnmobils macht vor allem dann Sinn, wenn schon bei normaler Beladung das zulässige Gesamtgewicht überschritten wird. Es gibt zwar in Deutschland eine gesetzliche Toleranzschwelle von fünf Prozent, in der Praxis sind diese zusätzlichen Gewichtsreserven aber oft nicht ausreichend. Zu beachten ist dabei, dass Überladung im europäischen Ausland unterschiedlich gehandhabt wird und in einigen Ländern schon bei geringer Überladung hohe Strafen drohen.

Fahrerlaubnis

Führerschein

Ändert sich die zulässige Gesamtmasse des Wohnmobils auf über 3,5 Tonnen, hat das Auswirkungen auf die Führerscheinklasse. Bis 3,5 Tonnen reicht ein normaler Führerschein der Klasse B. Für alles, was darüber hinaus geht, wird momentan beim Wohnmobil ein Führerschein der Klasse C1 benötigt. Fahrer, die den Führerschein vor 1999 und dabei die Klasse 3 erworben haben sind fein raus, denn sie sind zum Führen von Fahrzeugen bis zu 7,5 Tonnen berechtigt.

Straßenverkehr

Maximale Geschwindigkeit und Überholverbote

Nach der Auflastung auf über 3,5 Tonnen (bis 7,5 Tonnen) sind auf Autobahnen nur noch maximal 100 km/h erlaubt, auf der Landstraße beträgt die maximal erlaubte Geschwindigkeit 80 km/h. Eventuell gibt es auf bestimmten Straßen zudem Fahrverbote für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Lenker von Wohnmobilen über 3,5 Tonnen müssen sich auch an LKW-Überholverbote halten, sowie Überholverbote bei entsprechendem Verkehrszeichen. Gute Nachrichten: Der Gesetzgeber steuert in dieser Richtung nach und es tauchen vermehrt Ergänzungen an Autobahnen auf, bei denen Wohnmobile vom LKW-Überholverbot befreit sind. Eine übersichtliche Liste aller maximalen Geschwindigkeiten in den europäischen Ländern stellt der ADAC zur Verfügung.

Verkehrsbestimmungen Wohnmobile
Fahrzeugprüfung

Wohnmobil Hauptuntersuchung

Halter von Fahrzeugen, die aufgelastet wurden, müssen auch bei der Hauptuntersuchung die Änderungen beachten, denn Wohnmobile über 3,5 Tonnen unterliegen anderen Vorschriften. In den ersten sechs Jahren nach der ersten Zulassung sind die Fristen alle zwei Jahre, ab dem siebten Jahr muss das Fahrzeug jährlich bei TÜV, DEKRA & Co. vorgeführt werden.

Zusatzkosten

Mautgebühren

In Deutschland ändert sich für Lenker eines Wohnmobils bis 7,5 Tonnen bei der Mautpflicht nichts. In den Nachbarländern sieht das anders aus. Hier erhöhen sich die Mautgebühren teilweise recht deutlich, wenn dein Fahrzeug die 3,5 Tonnen überschreitet. Das gilt vor allem für Österreich: Hier ist über 3,5 Tonnen keine Vignette mehr gültig, sondern wird eine Go-Box benötigt. Eine aktuelle Übersicht findet sich auf den Seiten des ADAC.

Gespannbetrieb

Anhängelasten / Zuggesamtgewicht

Bei vielen Fahrzeugen ist das zulässige Gesamtgewicht des Zuges in den Papieren angegeben. Bei einer Auflastung des Wohnmobils verändert sich auch das maximale Gesamtzuggewicht. Das heißt: Die Anhängelast kann dann je nach Beladungszustand des Fahrzeuges unter Umständen nicht voll ausgeschöpft werden. Das Gesamtgewicht eines Zuges muss mit den tatsächlichen Gewichten von Fahrzeug und Anhänger bestimmt werden und darf die Angaben aus den Fahrzeugpapieren nicht überschreiten. 

Beispiel (Zuggesamtgewicht 5500kg): Vor der Auflastung: Zugfahrzeug 3500kg und Anhängelast 2000kg = 5500kg. Nach der Auflastung: Zugfahrzeug 4090kg und Anhängelast 1410kg = 5500kg.

Zusätzlich ist noch der D-Wert der Anhängerkupplung zu berücksichtigen.

Tragfähigkeitsindex

Traglast Reifen und Felgen

Gerne übersehen, aber ein wichtiger Punkt, sind der Tragfähigkeitsindex der Reifen und die Traglast der Felgen. Eventuell ist die werkseigene Kombination aus Felge und Reifen zu schwach für die Auflastung. Sind Serienfelgen (z.B. Fiat Alu-Felgen) montiert, sollte auf jeden Fall ein Gutachten über eine ausreichende Traglast vorhanden sein. Sonst kann es bei der Abnahme zu Problemen kommen. Gibt es kein Gutachten, oder ist die Traglast zu gering, müssen spezielle Felgen mit hoher Tragkraft und tragfähigere Reifen montiert werden.

Vorschriften Ausland

Warnaufkleber in Frankreich

Wer mit seinem Wohnmobil Frankreich ansteuert, muss ein Warnaufkleber bezüglich des toten Winkels am Fahrzeug anbringen. Vorgeschrieben ist die Anbringung an beiden Seiten, vertikal in einer Höhe von 0,9 bis 1,5 Meter, horizontal innerhalb des ersten Meters von der Fahrzeugfront ausgehend. Am Fahrzeugheck muss er auf der rechten Seite kleben, ebenfalls zwischen 0,9 und 1,5 Meter hoch. Verglaste Flächen und Teile der Fahrzeugbeleuchtung dürfen nicht damit beklebt werden. Betroffen sind auch nicht in Frankreich zugelassene Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Wer die Aufkleber falsch anbringt oder ohne Schild unterwegs ist, muss mit bis zu 135 Euro Bußgeld rechnen.

Vorbereitung

Erster Schritt: Wohnmobilgewicht ermitteln

Bei jedem Wohnmobil wird vom Aufbauhersteller das zulässige Gesamtgewicht im Fahrzeugschein eingetragen. Wird das Leergewicht vom zulässigen Gesamtgewicht abgezogen, verbleibt die Nutzlast. Bei den meisten Wohnmobilen ist die Grenze schnell erreicht. Sat-Anlage, Markise, Fahrradträger, Wasservorrat und weiteres Zubehör übersteigen schnell die Reserven. Die Aufbauhersteller geben in der Regel ein reisefertiges Leergewicht nach DIN EN 1646-2 an – Toleranzen von fünf Prozent sind erlaubt. Der erste Schritt sollte also sein, das reisefertig gepackte Fahrzeug inklusive Personen auf eine Waage zu fahren, um das tatsächliche Gesamtgewicht festzustellen.

Durchführung

Auflasten: so gehts

  1. Verfügbarkeit prüfen: Mit Ihrem Fahrzeugschein prüfen wir, ob ein Auflastgutachten vorliegt.
  2. Zusatzluftfeder einbauen: Für gängige Chassis Montage einer Linnepe Zusatzluftfederung (AirLift oder AirLift Maxi).
  3. Rad / Reifenkombination prüfen: Tragfähigkeit muss ausreichend sein.
  4. TÜV Abnahme und Eintragung: Technische Änderungen müssen von TÜV oder DEKRA abgenommen und in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.

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Produktlösungen

Linnepe AirLift Systeme

AirLift Maxi: Hochwertiges System für Lasten bis zu 7.500 kg Gesamtgewicht mit einer Hubkraft von bis zu 2,5 Tonnen pro Balg. AirLift: Mit Rollbälgen für ältere, blattgefederte Wohnmobile mit Einzelbereifung bis 3.850 kg. Auch für Fahrzeuge mit historischem Kennzeichen geeignet.

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Unsere Produkte

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Zusatzluftfederung 6" 2-Kreis für Mercedes Benz Sprinter NCV3Baureihe 906 04/2006 - 05/2018 VW Crafter 2E 04/2006 - 11/2016 nur für 3,5 Tonnen Fahrgestell inklusive: - 12V-Kompressor "basic" - Doppelfahrerhausbedienteil Zolltarifnummer:{[IntraStat-Nr.]} Artikel besteht aus: {[Colli]} Paketen

Regulärer Preis: 1.049,00 €
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AirLift Typ SZ55-20 für Ducato 230/244 AirLift Typ SZ55-20 für Ducato 230/244

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Wohnmobil auflasten

Häufig gestellte Fragen

Auflastung

Durch eine Zusatzluftfederung an der Hinterachse des Fiat Ducato wird die vorhandene Blattfederung unterstützt bzw. entlastet. Das Fahrverhalten des Wohnmobils wird optimiert und gewinnt mehr Fahrsicherheit und Fahrkomfort.

Wird das Wohnmobil über 3,5 tonnen aufgelastet, ändert sich für den Fahrer einiges. Die wichtigsten Punkte sind der benötigte Führerschein, eventuelle Mautgebühren, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote.In einem Ratgeber haben wir die wichtigsten Informationen zu den Veränderungen bei einer Auflastung von über 3500kg zusammengestellt.

Grundvorraussetzung für eine Auflastung ist die Montage unserer Zusatzluftfederung. Soll hier nicht nur das zulässige Gesamtgewicht (ZGG) sondern auch die Hinterachslast erhöht werden, muss evtl. eine neue Rad-/Reifenkombination mit entsprechender Traglast montiert werden. Die Traglast der Reifen als auch der Felgen muss die Hälfte der angestrebten Achslast aufweisen.

Mehr Informationen zm Thema Auflastung finden Sie hier: Auflastung

Wir bieten für viele blattgefederte Chassis durch Montage unserer Zusatzluftfederung Auflastungsmöglichkeiten an. Unter Auflastung erhalten Sie hierzu detaillierte Informationen. Gerne können Sie auch Ihre Anfrage über das fahrzeugspezifische Kontaktformular stellen.

Die Auflastung eines Wohnmobils ist mit einer Zusatzluftfederung möglich. Eine Zusatzluftfederung kann das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs erhöhen und gleichzeitig die Hinterachslast steigern, was mehr Zuladung ermöglicht.
So funktioniert es
  • Einbau der Zusatzluftfederung:
    Eine Zusatzluftfederung wird an der Hinterachse nachgerüstet und ergänzt die Serienfederung.
  • Anhebung der Achslast:
    Die Zusatzluftfederung trägt das zusätzliche Gewicht und ermöglicht so eine Erhöhung der zulässigen Hinterachslast (bei Nutzung geeigneter Felgen).
  • Anpassung des zulässigen Gesamtgewichts:
    Durch die höhere Achslast und die Fähigkeit des Zusatzluftfederungssystems, das erhöhte Gewicht zu tragen, kann das zulässige Gesamtgewicht des Wohnmobils angehoben werden, z. B. beim Fiat Ducato auf bis zu 4.700 kg.
  • Benötigte Schritte:
    Für die Auflastung ist ein zusätzliches technisches Gutachten und eine Abnahme durch den TÜV erforderlich.
    • Die entsprechende Dokumentation muss bei der Zulassungsstelle eingetragen werden.
    • Falls eine Erhöhung der Hinterachslast über das serienmäßige Maß hinaus notwendig ist, müssen unter Umständen auch Reifen und Felgen mit höherer Traglast montiert werden.
Vorteile
  • Mehr Zuladung:
    Sie können mehr Ausrüstung mitnehmen, wie z. B. Fahrräder, SUP-Boards, Vorzelte oder weitere Zubehörteile.
  • Verbesserter Fahrkomfort:
    Die Zusatzluftfederung kann das Fahrverhalten stabilisieren, das Aufschaukeln reduzieren und das Fahrzeug ruhiger machen.
  • Einstellbares Niveau:
    Die Zusatzluftfederung ermöglicht es, das Fahrzeugniveau über einen Kompressor anzupassen um das Heck anzuheben, oder abzusenken.

Grundvoraussetzungfür die Auflastung eines Fiat Ducato oder baugleichen Fahrzeuges mit Eurochassis (Heavy)auf 4700 kg ist die Montage unserer Zusatzluftfederung. Da in diesem Fall auch die Hinterachse (auf 2600kg) aufgelastet werden muss, kann es sein, dass ebenfalls eine neue Rad-/Reifenkombination notwendig ist.
Die Traglast der Reifen als auch der Felgen muss die Hälfte der angestrebten Achslast aufweisen.

Das Zuggesamtgewicht des Fahrzeuges bleibt bei einer Auflastung unberührt.

Dadurch kann es sein, dass sich die Anhängelast durch die Auflastung verringert.

Beispiel:
Zuggesamtgewicht: 5500kg
Vor der Auflastung: 3500kg + 2000kg = 5500kg
Zugfahrzeug: 3500kg
Anhängelast: 2000kg:

Zuggesamtgewicht: 5500kg
Nach der Auflastung: 4090kg + 1410kg = 5500kg
Zugfahrzeug: 4090kg
Anhängelast: 1410kg

Zusätzlich ist noch der D-Wert der Anhängerkupplung zu berücksichtigen. Der D-Wert ist das Maß für die Festigkeit der Zugvorrichtung, der nach einer feststehenden Formel berechnet wird. Allerdings spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: Anhängerkupplung Wohnmobil Ratgeber

Der Einbau einer Zusatzluftfederung AirLift Maxi ist von versierten Monteuren schnell erledigt. Je nach Fahrzeugtyp sind Montage, TÜV-Abnahme und Einweisung durch den Monteur in einem Arbeitstag erledigt. Der Fahrzeugbesitzer muss dann noch die Änderung bei seine Zulassungsstelle in die Fahrzeugpapiere eintragen lassen.

Da jetzt die Hinterachse einer höheren Belastung ausgesetzt werden kann, muss sowohl die Felge, als auch der Reifen die notwendige Traglast besitzen. Dies muss nachweisbar sein. Liegt vom Felgenhersteller kein Gutachten vor, muss eine neue Rad-/Reifenkombination mit passendem Gutachten montiert werden.
Die Traglast der Reifen als auch der Felgen muss die Hälfte der angestrebten Achslast aufweisen.

Unsere Luftfederung AirLift wird schon seit den 1980er Jahren produziert. Bei Bedarf können wir Ihnen gerne eine Bestätigung zur Markteinführung der Luftfederung zukommen lassen.

Mehr zum Thema Wohnmobil Oldtimer auflasten finden Sie in unserem Ratgeber Ratgeber Wohnmobil Oldtimer

Die LINNEPE QuickLift Hydraulik kann Schräglagen von bis zu 4° ausgleichen und sorgt damit für einen sicheren und komfortablen Stand des Fahrzeugs.

Dies ist nicht möglich. Die Auflastungsmöglichkeiten wurden von den Sachverständigen mit unseren Zusatzluftfederungen in aufwendigen Verfahren geprüft und freigegeben. Die Auflastungsgutachten sind somit nur mit unseren Zusatzluftfederungen immer im Zusammenhang mit den spezifischen Chassis gültig.

Beim Einbau dieser Komponenten handelt es sich um eine Fahrwerksveränderung. Diese muss von einem Sachverständigen begutachtet werden und ist eintragungspflichtig.

Nach der Montage unserer AirLift Maxi ist es möglich nicht nur das zulässige Gesamtgewicht (ZGG) sondern auch die Hinterachslast zu erhöhen. Bei den Auflastungs-Gutachten für unsere Zusatzluftfederung ist eine Veränderung an der Vorderachse nicht nötig.

Wir empfehlen den Druck in der Zusatzluftfederung vor Nutzung eines Hubstützensystems auf das Minimum zu reduzieren. Vorteil: Das Fahrzeug steht dann tiefer und die Stützen haben einen größeren effektiven Hub. Das ermöglicht den Ausgleich von größeren Schräglagen.