Zulassungsbestimmungen
Voraussetzungen für H-Kennzeichen am Wohnmobil
Mit 30 Jahren wird ein Auto zum Oldtimer, offiziell bestätigt durch das „H“ (für „historisch“) rechts auf dem Kfz-Kennzeichen. Das H-Kennzeichen erhalten allerdings nur Fahrzeuge, die weitestgehend im Originalzustand sind oder fachmännisch restauriert wurden. Sie tragen zur „Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes“ bei und das wird belohnt, etwa durch eine geringere steuerliche Belastung. Wer für sein Wohnmobil ein H-Kennzeichen anstrebt, muss ein paar grundlegende Dinge beachten. Grundsätzlich muss das Fahrzeug von einem zugelassenen Sachverständigen von TÜV etc. bewertet werden. Dafür muss das Fahrzeug einige Voraussetzungen für eine positive Begutachtung gem. § 23 StVZO erfüllen.
Altersnachweis
Fahrzeugalter und Nachweispflicht
Nur Fahrzeuge, die vor mehr als 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sind, können als Oldtimer positiv begutachtet werden und die Schlüsselnummer „0098“ erhalten. Die Nachweispflicht liegt beim Fahrzeughalter. Bei der Festlegung des Fahrzeugalters legen manche Zulassungsbehörden nicht das exakte Datum der Erstzulassung zugrunde, sondern nehmen lediglich Bezug auf das Jahr der Erstzulassung. Da die Vorgehensweise diesbezüglich unterschiedlich ist, wird empfohlen, bereits im Vorfeld mit der zuständigen Verwaltungsbehörde im Einzelfall Kontakt aufzunehmen.
Prüfverfahren
Untersuchung nach § 29 und § 23 StVZO
Zuerst erfolgt eine Untersuchung im Umfang einer HU nach § 29 StVZO, wenn das Fahrzeug eine gültige Betriebserlaubnis besitzt und die letzte HU mehr als zwei Monate zurückliegt. Nach bestandener HU erfolgt eine Begutachtung nach §23 StVZO. Die Originalität muss gegeben sein. Bei einigen Merkmalen kann im Einzelfall davon abgewichen werden (Absprache mit dem zuständigen Oldtimer-Fachmann).
Umbauten
Zeitgenössische Änderungen und Nachweise
Anerkennungsfähige Umbauten können auch heute noch gemacht werden, wenn es sie früher schon gab, sie also zeitgenössisch sind – Oldtimer können also auch heute noch mit Zusatzluftfedern ausgerüstet werden, ohne das H-Kennzeichen in Gefahr zu bringen. Die Nachweise dazu müssen die Halter der Fahrzeuge bei der Abnahme vorlegen. Entsprechende Zeugnisse und Erklärungen zur Vorlage beim TÜV stellen wir gerne individuell aus. Das vorgestellte Fahrzeug muss in einem guten Pflege- und Erhaltungszustand sein. Mehr dazu gibt es zum Beispiel auf den Seiten des TÜV-Verbands zu lesen, oder in den weiterführenden pdf des TÜV Süd.
Gewichtsthematik
Oldtimerwohnmobil und Auflastung – geht das?
Im Fahrzeugschein wird für jedes Fahrzeug vom Hersteller ein maximales Gesamtgewicht und die zulässige Last der Achsen eingetragen. Diese Gewichtsgrenzen dürfen einschließlich Zuladung und Insassen nicht überschritten werden. Zum einen drohen durch eine Überladung hohe Geldstrafen, zum anderen können durch eine Überschreitung der Lastgrenzen Teile des Wohnmobils schneller abnutzen und so erhebliche Lücken bei der Fahrsicherheit und dem Fahrverhalten hervorrufen. Mit einer sogenannten Auflastung des Wohnmobils kann jedoch die Hinterachslast angehoben oder das zulässige Gesamtgewicht heraufgesetzt werden.
Ersatzteilversorgung
Lösungen für historische Fahrgestelle
Wer am Gewichtslimit bei seinem Oldtimer-Wohnmobil ist, steht vor dem Problem, dass es nicht mehr viele Hersteller gibt, die passende Zubehörteile liefern können, mit der eine Auflastung möglich ist. Viele Wohnmobilhersteller haben in den relevanten Jahren auf der Basis Fiat Ducato/Peugeot/Citroen 280/290 bis 1994 aufgebaut. Eine der wenigen Firmen, die für diese Basis noch zeitgenössisches Zubehör liefern kann, ist unser Unternehmen. Schon in den 80er-Jahren entwickelten wir in Zusammenarbeit mit ContiTech die erste Luftfeder für den Fiat Ducato, ausgeführt als Zusatzluftfeder. Bis heute ist die Zusatzluftfederung AirLift in der gleichen Ausführung erhältlich und wird von den Prüfern als zeitgenössisches Zubehör eingestuft. Großer Vorteil: Ein Wohnmobil, das mit dieser Zusatzluftfederung ausgestattet wird, verliert nicht die Voraussetzung für das H-Kennzeichen.
Zusatzluftfederung
Unterstützung für die Blattfederung – Lösung für ältere Fiat Ducato, Peugeot, Citroen Wohnmobile mit Eurochassis
Nicht nur Besitzer von Oldtimer-Wohnmobilen profitieren von einer Zusatzluftfederung. Gerade bei älteren Fahrzeugen haben die Blattfedern an der Hinterachse durch das hohe Gewicht des Aufbaus an Spannung verloren und hängen durch. Das lässt sich leicht mit einer AirLift Zusatzluftfederung ändern. Sie wird parallel zu der vorhandenen Original-Blattfederung eingebaut und bringt das Fahrzeug wieder auf ein sicheres Niveau zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis.
Produktvorteile
Die Vorteile des Linnepe-AirLift
Der Linnepe-AirLift ist mit Rollbälgen ausgestattet, die in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten Contitech speziell für die Bedürfnisse bei Wohnmobilen entwickelt wurden. Linnepe-AirLift ist geeignet für Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3.850 kg und wird als preiswertes 1-Kreis-System ohne Kompressor geliefert. Optional ist der AirLift als 2-Kreis-System erhältlich.
Linnepe
Technische Highlights:
- Erhöhte Fahrsicherheit
- Optimierter Fahrkomfort
- Sanftere Federung
- Verbessertes Lenkverhalten
- Unterstützung der Serienfeder
- 100% wartungsfrei
- Verringerung der Seitenwind-Empfindlichkeit
- Montage ohne Bohren oder Schweißen am Chassis
Kompatibilität
Die AirLift-Federung eignet sich für folgende Wohnmobile:
Hier finden Sie die passende Fahrzeugliste für unsere AirLift-Systeme.
- Ducato/Peugeot/Citroen 280/290 (bis 1994)
- Ducato/Peugeot/Citroen 230/244 (1995–2006)
- Ducato/Peugeot/Citroen 250 (ab 2006)
- MB Sprinter/VW LT einzelbereift (ab 1996)
- MB Sprinter/VW Crafter einzelbereift (ab 2006)
- Ford Transit einzelbereift (ab 2000)
- Optionale Auflastung: Lieferbar für Eurochassis Ducato / Peugeot / Citroen, abhängig vom Modell.
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Modifikation des Wohnmobils durch Auflastung – das müssen Sie wissen
Ob beim Kauf oder bei dem Gedanken an eine mögliche Auflastung der Hinterachse, stößt man schnell an das Thema der 3,5 Tonnen-Grenze. Wird durch eine nachträgliche Auflastung des Ducato-Wohnmobils das zulässige Gesamtgewicht auf über 3,5 Tonnen erhöht, bringt dieses nicht nur mehr Frachtmöglichkeiten mit sich. Unter 3,5 Tonnen ist der EU-Führerschein der Klasse „B“ ausreichend für diesen Wohnmobil-Typ. Es gelten die regulären PKW-Verkehrsregeln und das Nutzen von Fähren und Mautstrecken ist oft deutlich günstiger. Doch wer seinen Camper für größere Familienurlaube inklusive anfallendes Gepäck wie Schlauchboote, Roller, Wasservorräte und Fahrräder einplant, muss durch eine nachträgliche Auflastung nicht zwingend ein Modell über 3,5 Tonnen wählen.
Verkehrsregeln ab 3,5t
Einschränkungen bei schweren Fahrzeugen
Zudem gelten für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen die LKW-Verbotsschilder, Überholverbote und Mindestabstände von 50 Metern ab 50 km/h müssen eingehalten werden. Auch die Bestimmungen für das Parken sind bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen anders als beim gewöhnlichen PKW. Aufgrund der hohen Geldstrafen und des unsicheren Fahrverhaltens des Wohnmobils bei einem Überschreiten der zulässigen Grenzen für Achslast und Gesamtgewicht ist es wichtig, auf die korrekte Beladung zu achten. Mit den Fahrwerksystemen von Linnepe sorgen Sie für eine gleichmäßige Achslast und maximales Fahrvergnügen – egal ob das Wohnmobil aufgelastet ist oder nicht.
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