Wie kann ich mein Wohnmobil mit einer Zusatzluftfederung auflasten?
Wir bieten für viele blattgefederte Chassis durch Montage unserer Zusatzluftfederung Auflastungsmöglichkeiten an. Unter Auflastung erhalten Sie hierzu detaillierte Informationen. Gerne können Sie auch Ihre Anfrage über das fahrzeugspezifische Kontaktformular stellen.
Die Auflastung eines Wohnmobils ist mit einer Zusatzluftfederung möglich. Eine Zusatzluftfederung kann das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs erhöhen und gleichzeitig die Hinterachslast steigern, was mehr Zuladung ermöglicht.
So funktioniert es
- Einbau der Zusatzluftfederung:Eine Zusatzluftfederung wird an der Hinterachse nachgerüstet und ergänzt die Serienfederung.
- Anhebung der Achslast:Die Zusatzluftfederung trägt das zusätzliche Gewicht und ermöglicht so eine Erhöhung der zulässigen Hinterachslast (bei Nutzung geeigneter Felgen).
- Anpassung des zulässigen Gesamtgewichts:Durch die höhere Achslast und die Fähigkeit des Zusatzluftfederungssystems, das erhöhte Gewicht zu tragen, kann das zulässige Gesamtgewicht des Wohnmobils angehoben werden, z. B. beim Fiat Ducato auf bis zu 4.700 kg.
- Benötigte Schritte:Für die Auflastung ist ein zusätzliches technisches Gutachten und eine Abnahme durch den TÜV erforderlich.
- Die entsprechende Dokumentation muss bei der Zulassungsstelle eingetragen werden.
- Falls eine Erhöhung der Hinterachslast über das serienmäßige Maß hinaus notwendig ist, müssen unter Umständen auch Reifen und Felgen mit höherer Traglast montiert werden.
Vorteile
- Mehr Zuladung:Sie können mehr Ausrüstung mitnehmen, wie z. B. Fahrräder, SUP-Boards, Vorzelte oder weitere Zubehörteile.
- Verbesserter Fahrkomfort:Die Zusatzluftfederung kann das Fahrverhalten stabilisieren, das Aufschaukeln reduzieren und das Fahrzeug ruhiger machen.
- Einstellbares Niveau:Die Zusatzluftfederung ermöglicht es, das Fahrzeugniveau über einen Kompressor anzupassen um das Heck anzuheben, oder abzusenken.
So wird gerechnet
- Ohne neue Räder:Das neue zulässige Gesamtgewicht ist höchstens die Summe der Achslasten aus dem Fahrzeugschein (Feld 7.1 Vorderachse plus Feld 7.2 Hinterachse). Beispiel: 1.960 kg vorne und 2.000 kg hinten ergeben 3.960 kg. Die Zusatzluftfederung ändert an den Achslasten nichts.
- Mit Rädern höherer Traglast:Die Hinterachslast darf auf das Doppelte der Traglast eines Rades angehoben werden. Felge und Reifen müssen diese Traglast beide nachweisen. Beispiel: Räder mit mindestens 1.200 kg Traglast erlauben 2.400 kg Hinterachslast, das Gesamtgewicht steigt dann auf bis zu 4.250 kg. Die genaue Stufe steht im Gutachten für das jeweilige Fahrgestell.
- Grenze aus dem Typenschild:Der Gesetzgeber erlaubt eine Auflastung um höchstens 20 Prozent des zulässigen Gesamtgewichts laut Typenschild. Steht dort 3.500 kg, sind höchstens 4.200 kg möglich (3.500 kg plus 700 kg). Steht dort 3.650 kg, sind 4.250 kg erreichbar.
- Was Sie dafür brauchen:Den Fahrzeugschein (Felder 7.1, 7.2 und F.1) und einen Blick auf das Typenschild. Im Produktberater unter Federung und Auflastung führen wir Sie Schritt für Schritt zur passenden Stufe.